Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Watermann-Krass informiert sich über Grundbildungsangebote in der VHS Beckum-Wadersloh

Bildung & Forschung

Gaby Fartmann, Annette Watermann-Krass, Christa Paschert-Engelke

„Die Volkshochschulen leisten wirklich sehr gute Arbeit wenn es darum geht, jungen Menschen eine Chance auf einen Schulabschluss zu geben“, konnte Annette Watermann-Krass bei ihrem Besuch der VHS Beckum-Wadersloh nur loben. Die SPD-Landtagsabgeordnete traf sich mit VHS-Leiterin Christa Paschert-Engelke und Fachbereichsleiterin Gaby Fartmann, um über die Angebote der Grundbildung in der VHS zu sprechen. Dabei ging es zunächst um den Zweiten Bildungsweg, über den junge Menschen den Haupt- oder Realschulabschluss nachholen können.

„Die Schülerinnen und Schüler, die zu uns kommen, haben teilweise soziale oder psychische Probleme. In den meisten Fällen liegen bereits von Misserfolgen geprägte Bildungskarrieren hinter ihnen“, erklärt Gaby Fartmann. Eine enge Betreuung wäre insbesondere am Anfang des Kurses wichtig, doch fehlten hierfür oft die Personalkapazitäten.

Annette Watermann-Krass machte deutlich, dass sie die Bemühungen der jungen Menschen und ihrer Lehrerinnen und Lehrer wertschätze. „Wir müssen die Chance nutzen, diesen Menschen eine Perspektive zu eröffnen“, so Watermann-Krass. Langfristig sei das nicht nur persönlich wichtig für die Schülerinnen und Schüler sondern auch von Vorteil für den Sozialstaat. Die Abgeordnete nahm die Wünsche nach einer besseren Förderung der Kurse und des Lehrpersonals mit und sagte zu, sie in die schul- und weiterbildungspolitische Debatte in ihrer Fraktion einzubringen.

Im weiteren Verlauf des Gesprächs kam die Sprache auch auf das Thema Alphabetisierung. „Heute geht es hierbei meist um den sogenannten funktionalen Analphabetismus“, klärt Christa Paschert-Engelke auf, „Das bedeutet, dass Menschen nicht ausreichend lesen und schreiben können, um im Alltag den minimalen und als selbstverständlich vorausgesetzten Anforderungen zu entsprechen. In Deutschland sind knapp 7,5 Millionen Menschen davon betroffen. Über die Hälfte von ihnen ist erwerbstätig.“ Die VHS biete hier allgemeine Kurse an, sei aber aufgrund der hohen Erwerbstätigen-Quote auch an einem stärkeren Kontakt zu Betrieben und Unternehmen interessiert. Watermann-Krass begrüßte diesen Ansatz: „Die Betriebe sollten ja auch ein Interesse daran haben, dass ihre Belegschaft angemessen lesen und schreiben kann.“ Wahrscheinlich stehe hier aber auch oft eine befürchtete Stigmatisierung im Weg. „Dem muss man mit Aufklärungskampagnen begegnen“, waren sich die Gesprächsteilnehmerinnen einig.

Zum Ende des Gesprächs berichteten Paschert-Engelke und Fartmann noch über weitere Projekte der VHS Beckum-Wadersloh, wie zum Beispiel die Sprachkurse an Schulen für sogenannten Seiteneinsteiger, also Kinder, die zunächst gar kein Deutsch sprechen. Annette Watermann-Krass bedankte sich für das informative Gespräch und sagte ihre weitere Unterstützung der VHS Beckum-Wadersloh zu.

 
 

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