Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

SPD und Flüchtlingshelfer im Dialog

Allgemein

Über 50 Mitglieder aus Hilfs- und Flüchtlingsorganisationen aus allen Gemeinden des Kreises folgten der Einladung der Kreis SPD zu einem Meinungsaustausch am vergangenen Donnerstag in das Hotel-Restaurant Waldmutter in Sendenhorst. Bernhard Daldrup, MdB brachte Dank und Anerkennung für das Engagement zum Ausdruck, forderte aber auch dazu auf, Vorschläge zur besseren Aufnahme und Integration zu machen und Schwachstellen zu benennen. Die vielen Ehrenamtler berichteten positiv und mit großer Motivation von ihrer Arbeit, beklagten aber gleichzeitig auch die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Die Hilfsbereitschaft sei groß, aber man müsse auch wissen, wie man richtig helfen könne. Man benötige Hilfe zur Selbsthilfe, sprich professionelle Unterstützung und Qualifizierung.

Die Einstellung von Sozialarbeitern im Kreis sei von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich, weitgehend seien die Sozialarbeiter schon jetzt überlastet. Die beiden Abgeordneten wollen sich um entsprechende Fördermittel des Landes bemühen, appellierten aber auch an die Kommunalpolitiker, Geld von Bund und Land einzusetzen und die ehrenamtlich Tätigen weiterhin zu unterstützen; ein Apell, dem sich auch stv. Landrat Franz-Ludwig Blömker für den Kreis­tag anschloss. Nur kurz spielten die Bundes- und Landesentscheidungen zur Flüchtlingspolitik eine Rolle. Die Bereitschaft des Bundes, sich strukturell und dauerhaft an der Finanzierung der Flücht­lingsunterbringung zu beteiligen und seitens des Landes die Bundesmittel auch an die Kommunen weiterzuleiten, fand erwartungsgemäß Zustimmung. Gleichermaßen die Bereitschaft, mehr Geld für unbegleitete Jugendliche wie auch für weitere Integrationsmaßnahmen aufzubringen. Die internati­onalen und rechtlichen Fragen der Flüchtlingspolitik wurden dann allerdings zu Gunsten der Diskus­sion um konkrete Fragen der lokalen Ebene nicht zum zentralen Thema des Abends.+


Gemeinsam begrüßten die Teilnehmer die große Bereitschaft von ehren- und hauptamtlicher Kom­munalpolitik, stellten aber auch Unterschiede fest: Mehr Unterstützung erwarten die Ehrenamtler beim Erlernen der deutschen Sprache. Hier fehle es an Geld, Personen und manchmal auch Konzep­ten.  Auch bei der Suche und Vermittlung von Wohnraum gebe es noch Reserven. Die überwiegend dezentrale Unterbringung bleibe ohne Alternative, wenn die Flüchtlinge aus Notunterkünften oder der Erstaufnahme zugewiesen würden.


Die Entscheidung,  jeweils 500 Millionen Euro zusätzlich seitens des Bundes bereitzustellen, fand aus­drückliche Zustimmung. Vor Ort könnten aber auch neue Wohnformen mit Patenschaften oder Wohngemeinschaften gefunden werden. Schließlich begrüßten die Teilnehmer auch die Ankündigung von Arbeitsagentur und Kreishandwer­kerschaft  zur verstärkten Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Auch hier müsse der Gesetzgeber die Voraussetzungen schaffen, Flüchtlingen einen besseren Einstieg zu ermöglichen, in dem z. B. die sogenannte Vorrangprüfung gänzlich wegfalle.


Natürlich spielte auch die Frage eine Rolle, ob die große Bereitschaft in der Bevölkerung zur Auf­nahme von Flüchtlingen aufrechterhalten werden könne oder die "Stimmung kippt".  Die Teilnehmer dieses Gesprächskreises drängten sehr darauf, viel stärker eine Chancendebatte zu führen, also die Frage zu stellen, welche positiven Wirkungen die Flüchtlinge auf den demografischen Wandel vor allem in ländlichen Regionen haben können, welcher Beitrag zum Fachkräftemangel geleistet werde und welche volkswirtschaftlichen Wirkungen langfristig entstünden.
 

 

Homepage SPD-Kreisverband Warendorf

 

So erreichen Sie mich

Wahlkreisbüro

Willy-Brandt-Haus
Roonstr. 1 - 59229 Ahlen
Telefon: 02382/9144-50
Telefax: 02382/9144-70
E-Mail: info[at]watermann-krass.de
 

Bildergalerie

Bildergalerie

 

Mitglied werden

 

Video: Der Petitionsausschuss des Landtags NRW