Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

SPD im Kreis Warendorf trauert um Egon Bahr

Allgemein

Egon Bahr ist tot. Der SPD-Politiker und ehemalige Bundesminister starb im Alter von 93 Jahren. Die SPD im Kreis Warendorf und die Mitglieder der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands trauern um einen großen Sozialdemokraten, der durch seine mutige Friedens- und Entspannungspolitik die deutsche Einheit maßgeblich mit vorbereitet und geprägt hat.

Zum Tode Egon Bahrs erklärt der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel:

„Wir nehmen Abschied von einem großen Sozialdemokraten und Staatsmann, der uns bis in die jüngsten Tage stets ein kenntnisreicher Ratgeber und verlässlicher Freund war.

Egon Bahrs Leben und politisches Handeln wird vor allem mit der Entspannungspolitik und der Aussöhnung mit dem Osten in Verbindung gebracht. Zusammen mit Willy Brandt sorgte er durch die Entspannungspolitik für eine Annäherung an die DDR. Die legendäre Formulierung „Wandel durch Annäherung“ entstand 1963 aus der nüchternen Anerkennung der Realität. Egon Bahr erdachte in den folgenden Jahren mit seinen herausragenden politisch-analytischen Fähigkeiten eine Strategie, die später Zug um Zug durchgeführt wurde. In zähen Verhandlungen, in denen es gelungen war, gemeinsame Interessen festzulegen, gelang schrittweise die Überwindung von gegenseitigen Feindbildern. Ziel war, die erstarrte Ost-Westkonfrontation in Kooperation zu verwandeln. Am Zustandekommen des Moskauer Vertrages, des Grundlagenvertrages und des Warschauer Vertrages hatte die Verhandlungskunst Egon Bahrs entscheidenden Anteil.

Die politische Lebensleistung Egon Bahrs ist herausragend und wird vor der Geschichte Bestand haben. Er hat zahlreiche Ehrungen für sein politisches Lebenswerk erhalten, seine größte Belohnung jedoch war der Fall der Mauer im November 1989.

Egon Bahr war nicht nur ein großer außenpolitischer Vordenker, sondern hat mit einzigartiger politischer Tatkraft und psychologischem Einfühlungsvermögen seine Konzepte in die Tat umgesetzt. In all seinen Ämtern - auch später als Minister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Bundesgeschäftsführer der SPD - blieb er ein unabhängiger, freier und kreativer Geist, der sich den vorherrschenden Meinungen nicht anpasste, sondern in bester sozialdemokratischer Tradition auf die aufklärerische Kraft der Vernunft und des Wortes setzte. Um unsere Demokratie hat er sich mit dieser Lebensleistung in herausragender Weise verdient gemacht.

Wir sind dankbar, dass er seine SPD stets loyal begleitet hat und werden seine analytische Brillanz, seine Rationalität und Leidenschaft, aber auch sein Temperament und seinen liebenswürdigen Humor sehr vermissen.“

 

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