Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Notfallsanitäter brauchen Rechtssicherheit

Allgemein

Gaffer  werden bei Behinderung von Einsätzen schärfer verfolgt

Ahlen. Kreis Warendorf. Wie sieht die Situation von Rettungsfachkräften, insbesondere Notfallsanitätern, aus, wie ist ihre Ausbildung, wo gibt es verbesserungsbedarf? Diese Themen diskutierte SPD-MdB Bernhard Daldrup mit dem leitenden Arzt der Rettungsschule Warendorf, Dr. Jan Rotermund in seinem Wahlkreisbüro in Ahlen. "Wir haben rund 200 Rettungskräfte im Kreis Warendorf", so Dr. Rotermund, "die bei jedem Einsatz vor großen Herausforderungen stehen.“  Zukünftig sind ca. 70% dieser Helfer zum Notfallsanitäter weiter gebildet bzw. haben die Vollausbildung absolviert. Bernhard Daldrup pflichtet ihm bei: „Notfallsanitäter retten Leben, helfen Verletzten, sind häufig die ersten sachkundigen Helfer am Unfallort, wir können ihren Einsatz nicht hoch genug schätzen." Leider würden die Einsätze immer häufiger durch Schaulustige, Gaffer oder fehlende Rettungsgassen auf Autobahnen erschwert oder gar behindert. "Es ist gut, dass der Gesetzgeber hier zu schärferen Strafen gekommen ist", so der Abgeordnete. Der Bundestag hat im Mai einen neuen Straftatbestand beschlossen. Künftig reicht allein das Behindern von Rettungskräften aus, um sich strafbar zu machen. Um das behindernde Gaffen nachzuweisen, kann die Polizei die Handys der Gaffer beschlagnahmen und deren Fotos auswerten.

Ein weiteres Thema befasste sich mit der Frage, wie die Rechtssicherheit für Notfallsanitäter beim Einsatz erhöht werden kann. Dr. Rotermund verwies zum Beispiel auf die unterschiedliche Handhabung beim Einsatz von Medikamenten. Die Ausbildung der Notfallsanitäter, also auch die Liste der Medikamente die ein Notfallsanitäter ohne Anwesenheit eines Arztes spritzen können muss, ist in der Ausbildung in ganz Deutschland einheitlich. Die Umsetzung in die Praxis sei in der Bundesrepublik, ja nicht einmal in allen einzelnen Bundesländern einheitlich geregelt, obwohl dies eigentlich der Fall sein müsste.

"Hier besteht in der Tat Handlungsbedarf", so  der Abgeordnete. "Eine bessere Regelung war in der gegenwärtigen Koalition leider nicht durchsetzbar, wir müssen hier erneut ansetzen. Notfallsanitäter müssen auf verlässlicher Rechtsgrundlage arbeiten." Er werde das Thema in Berlin aufgreifen, sagte Daldrup dem leitenden Arzt der Rettungsschule zu.

 

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