Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

„Naturschutz geht nur mit den Landwirten – nicht gegen sie“

Allgemein

Der Stellenwert der Landwirtschaft, Naturschutz und die Zukunftsperspektiven der Wertschöpfungskette im ländlichen Raum – diese und viele andere Themen besprachen Kreisverbandsvorsitzender Hermann-Josef Schulze-Zumloh, sein Stellvertreter Karl Werring, Kreisgeschäftsführer Dr. Mathias Quas, Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass und der Bundestagskandidat der Kreis-SPD Bernhard Daldrup nun bei einem Treffen in Warendorf.

Beim Austausch über den Stellenwert der Landwirtschaft in der Gesellschaft waren sich die Anwesenden einig: der Erhalt des Wirtschaftsfaktors Landwirtschaft ist für den Kreis Warendorf von großer Bedeutung. Mitten in der heißen Phase der Erntezeit werde deutlich, wie sehr die Landwirtschaft den Kreis nach wie vor prägt. Gleichzeitig gibt es immer weniger Höfe, stellte Annette Watermann-Krass bedauernd fest: „In den letzten zehn Jahren wurden 20 Prozent der Höfe im Kreis Warendorf aufgegeben.“ Schulze-Zumloh gab zu bedenken, dass aber trotz des Rückgangs der Zahlen der Bauernhöfe die Vielfalt des Anbaus und der Tierzucht nicht abnehme. Über diese positive Entwicklung sei man beim WLV froh.

Im Austausch über die neue Förderperiode im Rahmen der EU-Agrarreform wurden unterschiedliche Standpunkte diskutiert. „Naturschutz geht nur mit den Landwirten – nicht gegen sie“ machte die Landtagsabgeordnete zwar direkt zu Beginn klar. Die Bedrohung von Flora und Fauna oder das Aussterben von Wiesenvögeln könne man jedoch nicht einfach ignorieren. „Hier ist Politik aufgefordert, zu handeln und vernünftige Rahmen zu setzen“, so die Abgeordnete. Auch Bundestagskandidat Bernhard Daldrup wies darauf hin, dass die politische Gestaltung in diesem Zusammenhang nicht verteufelt werden dürfe.
Die Vertreter des Landwirtschaftsverbands hatten angemerkt, dass trotz der generellen Anerkennung der der großen Bedeutung des Naturschutzes, einzelnen Maßnahmen unrealistisch und nicht umsetzbar seien. So wurde zum Beispiel über die Ausweisung ökologischer Vorrangflächen gesprochen. Schulze-Zumloh brachte die Bedenken einiger Landwirte zum Ausdruck: Manche Landwirte könnten es sich einfach nicht leisten, sieben Prozent ihrer Fläche für das sogenannte ‚Greening‘ zur Verfügung zu stellen. Die sieben Prozent Greening-Fläche gehören zum angedachten Auflagenpaket der EU-Agrarreform. Der Vorsitzende der Kreis-Landwirte forderte außerdem mehr wissenschaftliche Forschung im Agrarbereich, um Möglichkeiten der Vereinbarung von Landwirtschaft und Naturschutz zu finden.
Annette Watermann-Krass machte deutlich, dass sie sich dafür einsetzen werde, gemeinsam mit den Landwirten vor Ort nach kreativen Möglichkeiten für die Ausweisung und Anrechnung ökologischer Vorrangflächen zu suchen.

Dass die Zukunftsperspektiven des ländlichen Raums eng mit der Landwirtschaft und der nachfolgenden Wertschöpfungskette verbunden sind, war am Ende des Gesprächs allgemeiner Konsens. Weitere Themen des Gesprächs waren auch die Novelle des Baugesetzbuches im Hinblick auf die Erweiterungen von Tiermastbetrieben sowie die Netzausbaubeschleunigung. Um einen regelmäßigen Austausch zu ermöglichen wurden Halbjahresgespräche vereinbart. „Wir müssen gemeinsam mit Politik, Landwirten und weiteren Verbänden die Landwirtschaft und den Naturschutz weiter entwickeln. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem WLV“ kommentierte Watermann-Krass die Entscheidung.

 
 

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