Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Meinungsaustausch über das geplante Bundesteilhabegesetz

Wahlkreis

Zum Meinungsaustausch über das geplante Bundesteilhabegesetz trafen sich der SPD-Bundestagsabgeordnete Bernhard Daldrup und die Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass mit Vertretern der Freckenhorster Werkstätten am Hauptsitz in Freckenhorst. Das Gespräch hatten der Vorsitzende des Fördervereins der Freckenhorster Werkstätten, der ehemalige Landrat Franz-Josef Harbaum, und Franz-Ludwig Blömker, sozialpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion initiiert. Die Freckenhorster Werkstätten wurden vertreten durch Geschäftsführer Antonius Wolters und Betriebsleiter Reinhard Lütke, die Werkstattbeiratsmitglieder Wilhelm Büker und Monika Rüschenbeck sowie Franz-Herbert Loddenkemper und Dieter Günnewig vom Förderverein. 

Neben Marion Schmelter, Ehrenamtliche Inklusionsbeauftragte der Stadt Ennigerloh, nahmen außerdem René Büscher von der Integrationsberatung und Ulrich Schlösser vom Berufsbildungsbereich der Werkstätten an dem Gespräch teil.

Nach einer kurzen Begrüßung und einer einführenden Präsentation über die Einrichtung ging es zunächst in einem Betriebsrundgang durch die Werkstätten. Hier konnten die Gäste hautnah erfahren, wie vielfältig die Arbeit der Menschen mit Behinderung ist, die hier geleistet wird. Von der Verpackung von Bauteilen über den Zusammenbau von Elektrosträngen bis hin zur Erstellung von Kerzen und anderen Produkten, die im eigenen Vertrieb landen: die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freckenhorster Werkstätten stellen eine große Spannbreite an Dienstleistungen zur Verfügung.

Annette Watermann-Krass berichtete von ihrer eigenen Erfahrung bei einem Praxistag in den Freckenhorster Werkstätten in Ahlen: "Es ist schön, wie hier jede und jeder nach seinen Möglichkeiten mitarbeitet und einen Anteil an der Arbeit hat. Dadurch kommt viel Selbstwertgefühl und eine Verbundenheit mit der Gemeinschaft zustande."

Beim anschließenden Gespräch über das Bundesteilhabegesetz erläuterte Bernhard Daldrup, der in Berlin an der Erarbeitung des Gesetzes beteiligt ist, den Zeitplan: "Wir hätten uns gewünscht, dass es bereits im Herbst einen Gesetzesentwurf gäbe, aber die Verhandlungen mit dem Koalitionspartner dauern noch etwas an." Er rechne nicht vor Ende des Jahres mit dem Entwurf, so Daldrup. Wichtig sei aber, dass die beschlossenen Eckpunkte seit längerem stünden. "Alle Beteiligten sind sich einig, dass es um ein modernes Teilhaberecht geht: bundeseinheitliche Standards bei der Bedarfsermittlung, die Stärkung des Wunsch- und Wahlrechts und die Lösung von Schnittstellenproblematiken innerhalb der verschiedenen Gesetzesbücher, sind nur einige Stichworte. "Wir wollen weiterhin, dass das Gesetz zum 01.01.2017 in Kraft tritt", so Daldrup, der auf Schwierigkeiten mit dem Koalitionspartner hinwies.

Die Vertreter der Freckenhorster Werkstätten machten deutlich, dass ihnen die gesicherte Stellung der Werkstätten ein wichtiges Anliegen sei. Die große Erfahrung und erfolgreiche Arbeit der letzten Jahrzehnte dürfe nicht durch kostendrückende Privatanbieter an den Rand gedrängt werden.

 

Daldrup und Watermann-Krass bekräftigten ihr Lob und ihren Einsatz für die Werkstätten: "Die Werkstätten leisten eine großartige und wichtige Arbeit und bieten vielen Menschen mit Behinderung einen wichtigen Lebensmittelpunkt. Insbesondere für Schwerbehinderte, für die NRW als einziges Bundesland das Recht auf Arbeit verankert hat, sind die Werkstätten ein unverzichtbarer Teil des Leistungsspektrums für Menschen mit Behinderung."

v. l. Franz-Ludwig Blömker, stellv. Landrat; Reinhard Lütke, Betriebsleiter; Franz Josef Harbaum, Vors. Förderverein; Ulrich Schlösser, Leiter Berufliche Bildung, Annette Watermann-Krass, MdL; Franz Herbert Loddenkemper, Förderverein; Monika Rüschenbeck, Werkstattbeirat; Bernhard Daldrup, MdB; Marion Schmelter, Integrationsbeauftragte d. Stadt Ennigerloh; Wilhelm Büker, Werkstattbeirat; Dieter Günnewig, Förderverein; René Büscher, Integrationsassistenz; Antonius Wolters, Geschäftsführer

 

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