Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Martin Schulz in Neubeckum: „Europa ist eine faszinierende Idee. Aber Europa wird schlecht regiert.“

Europa

Thomas Trampe-Brinkmann, Bernhard Daldrup, Karsten Koch, Martin Schulz, Dr. Rudolf Grothues und Jürgen Coße

Kreis Warendorf/Neubeckum. Lang anhaltenden Beifall bekam Martin Schulz für seine mitreißende europapolitische Rede im Rahmen des Frühlingsempfanges der SPD am Sonntag (17. Mai) in Neubeckum. Der SPD-Spitzenkandidat für die anstehende Europawahl und Vorsitzende der SPD-Fraktion im Europäischen Parlament bezog dabei deutlich Position: „Europa ist eine faszinierende Idee. Aber Europa wird schlecht regiert.“

Beckums SPD-Fraktionschef Karsten Koch konnte in Vertretung des SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Peter Kreft rund 130 interessierte Bürgerinnen und Bürger zum 20. Jahresempfang der Neubeckumer Sozialdemokraten begrüßen. Mit Blick auf Martin Schulz gerichtet betonte Koch: „Angesichts dieses Jubiläums war von Anfang an klar, dass wir die Messlatte für den Festredner sehr hoch auflegen wollten. Ich bin sicher, dass wir diese Latte nicht zu hoch aufgelegt haben, sondern einen Festredner der Extraklasse gewinnen konnten.“

Der SPD-Kreisvorsitzende und Bundestagskandidat Bernhard Daldrup, der Beckumer SPD-Bürgermeisterkandidat Dr. Rudolf Grothues sowie der SPD-Europakandidat Jürgen Coße nutzten den Frühlingsempfang, um in ihren Grußworten insbesondere auf die Bedeutung einer hohen Wahlbeteiligung und auf die Notwendigkeit einer wirtschaftlich und sozial gerechten Weichenstellung in Europa hinzuweisen.

Kämpferisch und mit klarer Botschaft hielt Martin Schulz seinen Festvortrag zum Thema „Globale Märkte brauchen globale Regeln“. Zu lange schon habe die mehrheitlich konservativ-liberal geprägte EU-Kommission das Hohelied der Deregulierung und des Marktradikalismus gesungen. Diese Ideologie aber, erinnerte Schulz, immer wieder unterbrochen von zustimmendem Applaus, sei krachend gescheitert. „Globale Märkte müssen globale Regeln bekommen, ohne Schlupflöcher und Steueroasen. Das schaffen nur wir Sozialdemokraten. Mit einem starken, einigen und solidarischen Europa", so Martin Schulz.
Darum müsse als Gegengewicht eine sozialdemokratische Mehrheit im Parlament Europa wieder nach links schieben. Der Sozialdemokrat, den die SPD auch als nächsten deutschen EU-Kommissar vorschlägt, unterstrich auch die Bedeutung der Wahl. Denn in Europa geht es um dieselben Themen wie in Deutschland: Mindestlöhne für die Beschäftigten, eine starke Arbeitnehmermitbestimmung, soziale Gerechtigkeit, klare Regeln für die Finanzmärkte. Ökonomischer und sozialer Fortschritt könne nicht mehr allein im nationalen Rahmen erarbeitet werden, mahnte Schulz.

Im Anschluss an den offiziellen Teil des Frühlingsempfangs gab es noch die Gelegenheit zum interessanten Meinungsaustausch. Karsten Koch hatte in seiner Begrüßung erklärt: „Unser Jahresempfang ist von Anfang an ein Forum der Information, des Meinungsaustausches und der Begegnung miteinander, unabhängig davon, wo jemand seinen ganz persönlichen politischen oder gesellschaftlichen Standpunkt hat. Das ist unser Selbstverständnis. Wenn Sie heute nicht als Sozialdemokrat zu dieser Veranstaltung gekommen sind, dann müssen Sie es auch nicht am Ende dieser Veranstaltung sein. Was wir aber wollen ist der Dialog; wir wollen informieren und manchmal auch überzeugen, vor allem aber wollen wir, dass Sie sich wohl fühlen und einen anregenden Impuls zu einem wichtigen gesellschaftlichen Thema mitnehmen können.“

Diesen anregenden Impuls konnten die Besucher, die sich durchweg von Martin Schulz Überzeugungskraft begeistern ließen, ganz sicher mitnehmen.

 

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