Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Katholische Kirche und Kreis-SPD im Dialog: Flüchtlingspolitik und gesetzliche Regelung der Sterbehilfe zentrale Themen

Unterbezirk


Vertraute Gesprächsrunde

Diesmal trafen sich die Mitglieder des SPD-Kreisvorstands mit Weihbischof  Dr. Stefan Zekorn  und  den De­chanten Peter Lenfers und Michael Mombaur  sowie dem Geschäftsführer des Kreisdekanats Michael Spanke zu ihrer schon traditionellen turnusmäßigen Gesprächsrunde auf Einladung des SPD-Kreisvorsitzenden Bernhard Daldrup.

Zentrales Thema war der Gedankenaustausch über die Situation der Flüchtlinge insbesondere im Kreis Warendorf. „Im Gegensatz zum Beginn der neunziger Jahre ist im Moment durchaus in der Bevölkerung eine Offenheit und Hilfsbereitschaft an vielen Stellen zu spüren“, stellte Bernhard Daldrup fest.

Mit dem sogenann­ten Freizügigkeitsgesetz und den zusätzlichen Mitteln von jeweils 500 Millionen Euro in den Jahren 2015 und 2016 seien seitens des Bundes und der Länder deutliche Verbesserungen zur Integration der in Deutschland lebenden Flüchtlinge erreicht worden. Gleichwohl sei die Frage hochsensibel und es sei zwingend notwen­dig, um Verständnis für die Lösungen und Notwendigkeiten vor Ort im intensiven Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern zu werben. Man dürfe nicht übersehen, dass vorhandene Sorgen von interessierter Seite für rechte, fremdenfeindliche Propaganda instrumentalisiert werden. 

„Man darf bei allen Problemen vor Ort nicht verkennen, dass sich ganz viele Menschen, die ihr Heimatland verlassen mussten, in akuter Lebensgefahr befunden haben“, sagte Bischof Dr. Zekorn. Er verwies darauf, dass viele der Flüchtlinge bei uns bleiben werden und unterstütze deshalb alle Anstrengungen, die auf eine möglichst rasche Integration abzielten. 

Weihbischof Dr. Zekorn bewertete die von der Bundesregierung beschlossenen Reformen im Asylrecht insge­samt positiv und erwähnte in diesem Zusammenhang besonders den Wegfall der Residenzpflicht und die Mög­lichkeit zur beschleunigten Arbeitsaufnahme. Auch Annette Watermann-Krass MdL wies auf die deutliche Auf­stockung der finanziellen Hilfen des Landes und des Bundes für die Kommunen hin. „Geld allein kann aber nicht alles lösen. Wir müssen alles tun, damit diejenigen häufig auch ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern unter­stützt werden und eine echte Willkommenskultur entstehen kann“, meinte Watermann-Krass. Das Bistum Münster stellt 1,5 Mio. € für die Schaffung von Wohnraum für Flüchtlinge in den Kirchengemeinden und den Aufbau ehrenamtlicher Begleitungen zur Verfügung.

Kreisdechant Peter Lenfers erkundigte sich bei Bernhard Daldrup nach dem Stand des Gesetzgebungsverfah­rens zur Sterbehilfe. „Ich gehe davon aus, dass die Debatte noch während des gesamten nächsten Jahres laufen wird. Ich selbst habe mir noch keine abschließende Meinung gebildet. Ich schließe aber aus, dass es in irgend­einer Form zu kommerzieller Sterbehilfe kommen wird“, sagte Daldrup, der die verschiedenen Initiativen kurz vorstellte  Es schloss sich eine intensive Diskussion  an, in der sowohl ethische als auch religiöse und rechtliche Aspekte einflossen. Weihbischof Zekorn unterstrich, dass ihn die Ernsthaftigkeit und Sachlichkeit der Debatte sowohl im Bundestag als auch bei zahlreichen öffentlichen Diskussionen beeindrucke.

 

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