Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

.Kandidatin besucht St. Franziskus Hospital Ahlen

Allgemein

"Gerade bei der Einrichtung der Notunterkunft wurde noch einmal wieder deutlich, welche gute Zusammenarbeit zwischen dem Krankenhaus und der Stadt Ahlen möglich ist. Diese gute Zusammenarbeit würde ich gern weiter fortführen", erklärte Ulla Woltering beim Besuch im St. Franziskus Hospital in Ahlen. Zugleich verwies sie auf weitere Berührungspunkte zwischen Kommune und Krankenhaus, wie z.B. in der Altenhilfe und den Planungen eines Kindergartens mit überlangen Öffnungszeiten für Berufstätige im Schichtdienst. Gemeinsam mit den SPD-Abgeordneten aus Bund und Land, Bernhard Daldrup und Annette Westermann-Krass traf sich die Bürgermeisterkandidatin mit der Spitze des Ahlener Krankenhauses: Regionalgeschäftsführer Burkhard Nolte, kaufmännischer Direktor Winfried Mertens, Pflegedirektor Werner Messink und Ärztlicher Direktor Dr. med. Norbert-Wolfgang Müller.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen das geplante Krankenhausstrukturgesetz auf Bundesebene sowie die Frage der Investitionsmittel auf der Landesebene. Bernhard Daldrup verwies auf den kommunalen Investitionsfonds, für den sich die SPD im Bund eingesetzt habe. Da diese Mittel gerade auch für Krankenhäuser vorgesehen sind, werde das St. Franziskus-Hospital Ahlen einen entsprechenden Antrag an die Stadt stellen, um die dringend erforderliche Sanierung der Notaufnahme weiter voranzutreiben, erklärten die Vertreter des St. Franziskus Hospitals.
Beim Thema Strukturgesetz schilderte Burkhard Nolte, welche Herausforderungen sich den Kliniken stellen: "Unsere beiden großen Themen sind die Personalkosten und die Investitionskosten. Wir brauchen einen Mechanismus, über den die Tarifsteigerungen beim Personal refinanziert werden. Und wir bräuchten wesentlich mehr Mittel für Investitionen in unsere Häuser. Das kurz vor der Verabschiedung stehende Krankenhausreformgesetz geht hier eindeutig in die falsche Richtung, da mit diesem Gesetz den Krankenhäusern weitere Mittel entzogen werden sollen."

Bernhard Daldrup machte deutlich, dass die Krankenkassen vor Ausgabensteigerungen von bis zu 5 Mrd. Euro warnten während die Krankenhäuser Kürzungen in Höhe von 1 Mrd. Euro befürchteten. "Wir wollen alles gleichzeitig: mehr Qualität und besser bezahltes Personal bei gleichbleibenden Preisen und Wartezeiten. Wir müssen uns angesichts des bevorstehenden Pflegenotstands Gedanken machen, wie wir das langfristig in Einklang bringen", so Daldrup. Die zusätzliche Milliarde im Investitionsfonds und geplante Zusatzmittel für Personal im Strukturgesetz seien aber schon mal wichtige Schritte, so der Bundestagsabgeordnete. Überdies wolle die SPD das Pflegestellen Förderprogramm mit dem 660 Mio. Euro in drei Jahren an die Krankenhäuser fließen sollen, verdoppeln.


Annette Westermann-Krass stimmte dem zu und wies darauf hin, dass der Landeskrankenhausplan auf NRW Ebene ein wichtiger Schritt gewesen sei: "Hierdurch wird eine regionale Planung ermöglicht, die nachhaltige Entwicklungen befördert, gleichzeitig aber die Grundversorgung für alle Menschen sicher stellt."


Im Hinblick auf die Investitionsfinanzierung wiesen die Vertreter des Krankenhauses darauf hin, dass die Verpflichtung zur Finanzierung der Krankenhausinvestitionen durch die Bundesländer nach wie vor nur sehr bedingt eingehalten werde. Bundesweit stünden einem jährlichen Investitionsbedarf von ca. 6 Mrd. € nur ca. 2,7 Mrd. € an tatsächlich bereitgestellten Mittel gegenüber.


Ein besonderes Anliegen war der Bürgermeisterkandidatin Woltering die Zukunft und Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung in Ahlen. Viele Praxen klagen über Nachwuchsmangel, andere sind überlaufen. "Ich möchte gern gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten und dem Krankenhaus ins Gespräch kommen und vorausschauend überlegen, wie wir gemeinsam eine zukunftsfest gute ambulante und stationäre Versorgung entwickeln können." betonte die Kandidatin. Burkhard Nolte begrüßt diesen Vorstoß: "Die Kommune kann hier moderierend helfen, neue Konzepte auf den Weg zu bringen."


Nach einem abschließenden Rundgang durch die Notaufnahme wurde die Sanierungsnotwendigkeit bestätigt. Ulla Woltering bedankte sich bei den Gastgebern und drückte ihren Wunsch nach einer weiterhin guten Zusammenarbeit für die Menschen in Ahlen aus.
 
Bildunterschrift: Winfried Mertens, Werner Messink, Dr. med. Norbert-Wolfgang Müller, Annette Watermann-Krass, Ulla Woltering, Burkhard Nolte, Bernhard Daldrup
 

 

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