Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Inklusion beginnt in den Köpfen – Diskussion um Arbeitsmarktinklusion

Arbeit und Wirtschaft

Herbert Kraft, Ali Bas, Carsten Taudt, Wolfgang Abeln, Annette Watermann-Krass, Josef Neumann

Gemeinsam mit dem Grünen-Abgeordneten Ali Bas lud Annette Watermann-Krass zur Diskussionsveranstaltung „Auf dem Weg zu einem inklusiven Arbeitsmarkt“ in die Freckenhorster Werkstätten nach Ahlen ein. Nach der Begrüßung durch die beiden Abgeordneten und einem Grußwort des Hausherren und Caritas-Vorstands Herbert Kraft startete der Abend zunächst mit einem einführenden Vortrag von Wolfgang Abeln, Leiter der Abteilung Rehabilitation bei der Arbeitsagentur Münster-Ahlen. Abeln machte deutlich, wie wichtig es ist, genau zu definieren, worüber man spricht: so fielen zum Beispiel nicht alle Menschen mit einer Behinderung unter die Schwerbehinderten-Statistik der Arbeitsagentur. Diese sei jedoch das Hauptinstrument zur Beobachtung der Arbeitsmarktbeteiligung von Menschen mit Behinderung, so Abeln.

Auch müsse man sich klar machen, wie viele unterschiedliche Formen der Behinderung es gebe und welche unterschiedlichen Auswirkungen diese auf eine mögliche Teilhabe am Arbeitsmarkt hätten. Nach einem Überblick über die Zahl der Arbeitsplätze für und die Arbeitslosenzahlen von Schwerbehinderten im Kreis Warendorf schloss sich Carsten Taudt, Bildungsgeschäftsführer der IHK Nord-Westfalen mit einem Statement an.

Taudt betonte, dass bei den Arbeitgebern durchaus Bereitschaft vorhanden sei, auch vermehrt Menschen mit Behinderungen oder Einschränkungen einzustellen. Die Arbeitsplätze müssten aber immer so ausgestaltet sein, dass das Unternehmen nach wie vor wirtschaftlich arbeiten könne.

Im Hauptvortrag des Inklusionsbeauftragten der SPD-Landtagsfraktion, Josef Neumann, machte dieser deutlich, wofür die SPD auf Landesebene und Bundesebene kämpft: „Wir müssen weg von der Deifizitorientierung und hin zur Potentialorientierung. Die Frage lautet nicht ‚Was kann dieser Mensch alles nicht?‘ sondern ‚Was kann er und wie kann er in der Gesellschaft am besten mitarbeiten?‘“ Für diesen Paradigmenwechsel, der in Teilen schon eingesetzt habe, müsse man sich weiter einsetzen, so Neumann. Das Thema Inklusion müsse noch mehr auch in der Ausbildung von zukünftigen Führungskräften eine Rolle spielen. „Wir brauchen Inklusionsingenieure und Inklusionsmanagerinnen!“ So sollten zum Beispiel Unternehmen bei der Personalentwicklung immer gleich die Inklusion von Menschen mit Einschränkungen mitdenken. Neumann betonte aber auch, dass auf dem Weg zu mehr und besserer Inklusion am Arbeitsmarkt insbesondere an der Schnittstellenproblematik gearbeitet werden müsse. So gebe es immer wieder Hemmnisse und Hürden aufgrund unterschiedlicher Zuständigkeiten und Träger.

In mehreren Redebeiträgen machten zum Schluss auch die Gäste der Veranstaltung deutlich, wie wichtig ihnen das Thema Inklusion ist. Großes Lob gab es auch für die Vorträge und die Veranstaltung selbst.

 
 

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