Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Heimat vor der Haustür - Fraktion vor Ort in Ahlen

Stadtentwicklung

Annette Watermann-Krass

Mietshaus oder Eigentumswohnung? Einkaufszentrum oder Einzelhandelsstraße? Grünflächen und Gewerbeansiedlung, Schulen, medizinische Versorgung und Wohnen im Alter – zur „Heimat vor der Haustür“ tragen alle diese Faktoren bei. Im Rahmen einer Diskussionsveranstaltung zur Quartiersentwicklung sprach die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass mit ihrem Kollegen Jochen Ott, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD-Landtagsfraktion, und Reiner Müller von der Mieter-Interessen-Gemeinschaft Glückauf e.V. (MIG) über die Entwicklung der Kolonie im Ahlener Osten und die Angebote der Landesregierung zur Unterstützung der Quartierentwicklung vor Ort.

„Stadtentwicklung ist mehr als eine Investition in Beton“, machte Watermann-Krass deutlich, dass ein ganzheitlicher und lokal entwickelter Ansatz der Schlüssel zu gelungener Quartiersentwicklung sei. „Die Stadt Ahlen hat mir einem integrierten Handlungsprogramm und Mitteln aus Programmen, wie zum Beispiel ‚Soziale Stadt‘, schon viel erreicht, erklärte die Abgeordnete.

Reiner Müller erzählte, wie sich Ende der 90er Jahre aus Protest gegen steigende Heizkosten die MIG gründete. Heute biete der Verein Sprechstunden, ein regelmäßig stattfindendes Mietercafé und weitere Aktivitäten wie den Vorgartenwettbewerb an. Mit dem Wohnungsunternehmen Vivawest, das die meisten der Häuser in der Kolonie besitzt, stehe man mittlerweile in einem guten Austausch: „Wir werden da ernst genommen.“, so Müller. Politischen Unterstützungsbedarf sieht Müller vor allem bei der Frage, wie mehr altersgerechter Wohnraum in der Siedlung um die ehemalige Zeche geschaffen werden könne.

Das Thema „Wohnen im Alter“ griff auch Jochen Ott auf und berichtete von kreativen Lösungen in Köln, wo Wohngemeinschaften für Demenzkranke in einigen Stadtteilen bereits erfolgreich etabliert werden konnten. Ott berichtete außerdem von Fördermöglichkeiten des NRW-Baumministeriums, das einen Fördertopf für Qaurtiersentwicklung eingerichtet habe: „Wohnungsbauunternehmen, die nicht nur ihre eigenen Gebäude sanieren sondern zum Beispiel auch den angrenzenden öffentlichen Platz oder Grünflächen können hierfür Fördergelder beantragen. So können ganz individuell Investitionen ins Quartier gefördert werden“, erklärte Ott und verwies darauf, dass einheitliche, zentrale Regelungen von der Landesebene aus keine Erfolge in der Quartiersentwicklung erzielen könne, da die Gegebenheiten vor Ort in den Städten und Gemeinden in NRW sehr unterschiedlich seien. „Es braucht passgenaue Lösungen für jeden Ort“, so Ott.

Einig waren sich die Abgeordneten und die anwesenden interessierten Gäste zum Schluss darin, dass die erfolgreiche Kooperation der verschiedenen Akteurinnen und Akteure, die im Ahlener Osten bereits zusammenarbeiten, fortgesetzt werden und an innovativen Konzepten zur weiteren Entwicklung der Siedlung gearbeitet werden sollte. Anschließend müsse man in Düsseldorf prüfen, wie die Arbeit vor Ort konkret weiter unterstützt werden könne.

 
 

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