Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Erinnerung an die Wahl von Gustav Heinemann zum Bundespräsidenten

Allgemein

Am 05. März 1969, also heute vor 45 Jahren, wurde mit Gustav Heinemann der erste Sozialdemokrat zum Bundespräsidenten Deutschlands gewählt. Von 1969 bis 1974 übte er das Amt aus und nutzte diese Zeit unter anderem dazu, die Versöhnung mit den europäischen Nachbarstaaten, die unter dem NS-Regime besetzt wurden, voran zu treiben. So besuchte er zum Beispiel als erster Bundespräsident die Niederlande.

Heinemann verstand sich als Bürgerpräsident und bemühte sich darum, das demokratische Potential der Bürgerinnen und Bürger anzufachen. Das wurde schon in seiner Amtsantrittsrede deutlich: „Wir stehen erst am Anfang der ersten wirklich freiheitlichen Periode unserer Geschichte […] Nicht weniger, sondern mehr Demokratie – das ist die Forderung, das ist das große Ziel, dem wir uns alle und zumal die Jugend zu verschreiben haben.“

Heinemann war Zeit seines Lebens überzeugter Demokrat und lehnte als solcher jede Form des Nationalismus ab. Obgleich er nicht davor zurückscheute, Deutschland als Vaterland zu bezeichnen, machte er aus seiner Haltung zum Patriotismus keinen Hehl und antwortete auf die Frage, ob er Deutschland liebe mit dem legendären Satz: „Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!“

Vor seiner politischen Karriere war Heinemann als Jurist tätig und engagierte sich in der evangelischen Kirchengemeinde seiner Heimatstadt Essen. Dort kämpfte er ab 1933 gegen die Vereinnahmung der Kirchen durch staatliche Organe. Unter Konrad Adenauer wurde Heinemann 1949 Bundesminister des Inneren, trat aber nach der Wiederbewaffnung Deutschlands 1950 von diesem Amt zurück und 1957 in die SPD ein. Als SPD-Bundestagsabgeordneter argumentierte er vehement gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr und forderte einen generellen Verzicht auf Massenvernichtungswaffen. Von 1966 bis 1969 war Heinemann als Justizminister Teil des Kabinetts Georg Kiesingers in der Großen Koalition. Im März 1969 wurde er mit den Stimmen von SPD und FDP zum dritten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland gewählt.

 

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