Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Einsatz für Dohlenschutzgitter an Kaminen

Allgemein

Pressegespräch zum Dohlenschutz: Friedrich Vogelpohl, Annette Watermann-Krass

„Ein Schutzgitter am Kamin kann Leben retten.“ Das ist die Botschaft, die Annette Watermann-Krass und Friderich Vogelpohl, Pfarrer in Rente und erfahren in der Notfallseelsorge, setzen möchten. Nachdem im März dieses Jahres eine vierköpfige Familie in Ahlen einer Kohlenmonoxidvergiftung zum Opfer gefallen war, hatte Vogelpohl die Abgeordnete um Unterstützung gebeten. Ursache des tragischen Unfalls in Ahlen war ein Dohlennest, das im Kamin des Mietshauses den Abzug verstopfte.

„Ein Dohlenschutzgitter kostet knapp 100 Euro in der Anschaffung“, so Watermann-Krass, „Das ist eine erschwinglicher Preis für eine Maßnahme, die Leben retten kann.“ Die Abgeordnete will prüfen lassen, ob eine Verpflichtung zum Einsatz von Vogelschutzgittern in Kaminen an Mietshäusern eine mögliche gesetzliche Regelung sein könnte. Hierzu stellt sie deshalb nun eine Kleine Anfrage an die Landesregierung. Sie wolle wissen, wie viele Fälle von Kohlenmonoxidvergiftung aufgrund von verstopften Kaminen es NRW-weit gebe und welche Möglichkeiten die Landesregierung sehe, gesetzliche Regelungen zu treffen, um dies zu verhindern. „Im nächsten Halbjahr soll die Landesbauordnung novelliert werden. Ich könnte mir vorstellen, dass man hier – analog zu den verpflichtenden Rauchmeldern, die bereits eingeführt wurden – den Dohlenschutz an Mietshäusern verankert“, erklärt Watermann-Krass.

Friedrich Vogelpohl begrüßt die Initiative der Landtagsabgeordneten: „Das Unglück in Ahlen hat bei allen Beteiligten eine große Betroffenheit ausgelöst. Das sind besonders schwere Einsätze für die Beamtinnen und Beamten von Polizei und Feuerwehr. Ich hoffe, dass in Zukunft solche Fälle verhindert werden können. Ein verpflichtender Dohlenschutz wäre dafür ein guter Anfang.“

 

 

Hintergrund

Im März 2014 starb eine vierköpfige Familie in Ahlen an einer Kohlenmonoxidvergiftung in ihrer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Wie die anschließende Untersuchung ergab, war ein von einem Vogelnest verstopfter Kamin Ursache des tragischen Unglücks. Vögel und insbesondere Dohlen nisten teilweise tief in den Kaminschächten und verhindern so den Abzug von Abgasen.

Dohlen kommen vor allem im ländlichen Raum vor, finden sich aber in den letzten Jahren auch vermehrt in Städten. Das Problem von Dohlennestern in Kaminen hat sich, wie Schornsteinfeger berichten, in den vergangenen 10 bis 12 Jahren besonders verstärkt und den Druck erhöht.

 
 

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