Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Austausch zwischen Landwirtschaft und Politik – Watermann-Krass zu Gesprächen beim WLV Kreisverband Warendorf

Wahlkreis

Dr. Matthias Quas, Annette Watermann-Krass, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, Karl Werring

Zum turnusmäßigen Gespräch über aktuelle Themen der Landwirtschaft traf sich die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass mit dem Vorsitzenden des WLV-Kreisverbandes, Hermann-Josef Schulze-Zumloh, seinem Vertreter Karl Werring und WLV-Kreisgeschäftsführer Dr. Matthias Quas in der Geschäftsstelle des Kreisverbands Warendorf des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands.

Unter anderem ging es diesmal um das Thema Tierseuchengesetz. Hierzu wird es in Kürze einen Gesetzentwurf geben. Es geht um die Frage, wer die Kosten der Tierkörperbeseitigung trägt, wenn aufgrund von Krankheit, Seuchen oder aber auch einem Ausfall der Lüftungsanlage im Stall viele Tiere auf einmal verenden. Bislang ist es so, dass 25 Prozent der Kosten vom Halter getragen werden und 75 Prozent der zuständige Kreis. „Die öffentliche Hand trägt einen Großteil der Kosten wenn es um den Schutz der Bevölkerung vor Tierseuchen geht. Im Kreis Warendorf sind das zum Beispiel 850.000 Euro im Jahr. Wenn aber die Technik im Stall versagt und die Tiere verenden, werden in Zukunft andere Lösungen gefunden werden müssen“; erläuterte Watermann-Krass die Quintessenz der geplanten Neuregelung, „Hier muss geprüft werden, ob sich die Landwirte nicht über eine Versicherung gegen solche Schäden absichern müssten.“

Die Vertreter des WLV gaben zu bedenken, dass eine solche Versicherung für kleinere Betriebe zu teuer sein könnte. „Hinzu kommt auch noch der wirtschaftliche Schaden, der allein durch den Verdienstausfall bei verendeten Tieren entsteht“, so Schulze-Zumloh. Die Abgeordnete erklärte, dass momentan ein Reformentwurf des Tierseuchengesetzes in der Verbändeanhörung sei. „Wenn der Entwurf ins Parlament eingebracht wird, werden wir uns noch einmal ausführlich damit beschäftigen und natürlich auch nochmal die Stellungnahmen der Landwirte einholen“, so Watermann-Krass.

Neben dem Tierseuchengesetz wurde auch über das Thema Windenergie und über Fragen zum Filtererlass für große Mastställe und die Düngeverordnung gesprochen. Kreisverbandsvorsitzender Schulze-Zumloh wies darauf hin, dass der Strukturwandel in der Landwirtschaft durch Vorgaben wie den Filterlass angeheizt werden könnte, der nur für größere Betriebe umsetzbar sei. Watermann-Krass machte deutlich, dass sie diese Bedenken ernst nehme, erklärte aber auch, dass eine Balance gefunden werden müsse zwischen den Interessen der Landwirte und dem Schutz von Wasser, Boden und Luft für die Gesamtbevölkerung. Zum Ende des Gesprächs waren sich alle Teilnehmer einig, dass man den guten Austausch zwischen Politik und Landwirtschaft weiter regelmäßig fortsetzen möchte.

 
 

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