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Landtagsabgeordnete Annette Watermann-Krass

Jagd

Im Koalitionsvertrag 2012-2017 haben NRWSPD und BÜNDNIS 90/Die Grünen vereinbart: „Bestandteil einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und der Nutzung des Offenlandes ist auch eine zeitgemäße Form der Jagd. Hier wollen wir einen Paradigmenwechsel hin zur Nachhaltigkeit einleiten und das Jagdrecht an ökologischen Prinzipien und dem Tierschutz ausrichten (Ökologisches Jagdgesetz). Oberstes Ziel der Jagd muss der Schutz des Waldes vor zu hohen Wildbeständen sein“.

Im Frühjahr 2015 wurde das Ökologische Jagdgesetz nach langen Verhandlungen im Landtag beschlossen.

Fast alle nicht besiedelten Flächen werden bejagt. Das sind im Wesentlichen die landwirtschaftlich genutzten Flächen, Waldflächen und Gewässer. Sie machen etwa 2,7 Mio. Hektar aus; das sind 78 Prozent der Landesfläche. Sechzig Prozent dieser Flächen sind im Offenland und sind Niederwildreviere. In Naturschutzgebieten oder Nationalparks ist die Jagd regelmäßig eingeschränkt bzw. verboten.

Nach geltendem Recht darf die Jagd nur in Jagdbezirken ausgeübt werden. In Nordrhein-Westfalen gibt es ca. 8.200 Jagdbezirke (Reviere). Die durchschnittliche Größe liegt bei 325 Hektar. In unserem Land gibt es ca. 80.000 Jägerinnen und Jäger; der Anteil der Jägerinnen liegt bei 6 % - Tendenz steigend. Der Wert des bei der Jagd erlegten Wildbrets beläuft sich auf über 10 Millionen Euro pro Jahr.

NRW ändert das Landesjagdgesetz aus folgenden Gründen:

  • Fortentwicklung des Natur- und Tierschutzes;
  • Stärkung der Akzeptanz der Jagd in der veränderten Gesellschaft;
  • Demographische Entwicklung von Bevölkerung und Jägerschaft;
  • Weiterentwicklung der biologischen Erkenntnisse und der Jagdpraxis;
  • Veränderungen in Land- und Forstwirtschaft;
  • Anpassungsnotwendigkeiten an den Klimawandel;
  • vieler Orts nicht an den Lebensraum angepasste Wildbestände.

Folgende unverzichtbare Grundsätze gelten weiterhin:

  1. Die Bindung des Jagdrechts an das Grundeigentum;
  2. Der Fortbestand des Reviersystems (Jagdbezirke und Jagd-genossenschaften und Hegegemeinschaften);
  3. Die Jagd ist eine Nutzungsform des Kultur- und Naturraumes.

Die Neuausrichtung des Gesetzes zum ökologischen Landesjagdgesetz soll dazu beitragen

  • die natürlichen Lebensgrundlagen des Wildes zu sichern und zu verbessern,
  • bedrohte Wildarten zu schützen, ihren Bestand zu sichern und zu mehren,
  • die Belange des Tierschutzes in allen Bereichen der Jagdausübung zu berücksichtigen,
  • Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen land-, forst- und fischereiwirtschaftlichen Nutzung durch das Wild zu vermeiden,
  • die Rahmenbedingungen für die Jagdpraxis zu verbessern,
  • die Rechte der Grundeigentümer und Waldbesitzer zu stärken.

 

Materialien

Ökologisches Jagdgesetz NRW
Gesetzestext

Bundesjagdgesetz
Gesetzestext

Gespräch mit Kreisjägerschaft Warendorf am 14.04.2014
Pressemitteilung von Annette Watermann-Krass

 

Weitere Links

Informationen zur Jagd und zu den Tierbeständen in NRW (MKULNV)

Landesjagdverband NRW

Kreisjägerschaft Warendorf

Informationen zur Jagd und zum Tierschutz (NABU)

 

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